Vor zwanzig Jahren

mtv_Kreuznach_wappenIn Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen fanden im Herbst 1989 die Trampolin Europa Meisterschaften statt doch der Blick war nicht nur auf die Sportler sondern zusätzlich in Richtung der damaligen DDR gerichtet, denn dort gingen die Demonstranten auf die Strasse. Die Ungewissheit war entsprechend g roß wie auch der spätere Jubel über die gottlob unblutig verlaufene heisse Phase sowie die sich daraus ergebene Wiedervereinigung. Kurze Zeit später begannen die gemeinsamen Trampolin Aktivitäten der beiden Turnverbände, wobei uns leider keinerlei Wettkampf Ergebnisse aus den jetzigen neuen Ländern vorliegen.

 In Rinteln an der Weser wurden die Deutschen Meister ermittelt. Der heutige Bundestrainer Michael Kuhn (TSV Heubach) sowie Gabriele Bahr (TuRa Duisburg) gewannen bei den Erwachsenen und im Jugendbereich Christoph Jehle (TV Immenstadt) sowie punktgleich Alexandra Gies (TuRa Duisburg) mit Martina Wiening (Bramfelder SV). Das Ergebnis führte zu einem Novum, denn ein Jahr zuvor hatten sich die beiden Jugendturnerinnen ebenfalls den ersten Platz geteilt. Der VfL Schlangen organisierte die Schüler Meisterschaften, Jörg Gehrke (MTV Bad Kreuznach) und Stefanie Werner (Bramfelder SV) gewannen.

 Synchron wurden die Titel in Schwäbisch Gmünd vergeben. Christian Kemmer / Amadeus Regenbrecht (CJD München) und Gabriele Bahr / Hiltrud Roewe (TuRa Duisburg / TV Schwafheim) holten Gold, im Jugendbereich Kai Reinke / Markus Thiel (TV Erlangen) sowie Alexandra Gies / Martina Wiening (TuRa Duisburg / Bramfelder SV). Bei den Schülern Heiko Berger / Jörg Gehrke (SV Brackwede / MTV Bad Kreuznach) sowie Ute Springub / Tina Ludwig (TuS Aschendorf / TuRa Melle). Die TGJ Salzgitter und TuRa Duisburg gewannen in Augsburg die Mannschaftsmeisterschaften der Turner und Turnerinnen. In der Jugend die VT Rinteln und der OSC Bremerhaven und in Aschendorf gewann die SV Brackwede die Titel bei den Schülern und Schülerinnen. Manfred Schwedler (VT Rinteln) und Gabi Dreier (TuS Vahrenwald) wurden Meister im Doppel-Mini-Tramp Springen, Hamburg richtete die Veranstaltung aus. Heiko Kraft (TV Gernsbach), punktgleich mit Jörg Gehrke (MTV Bad Kreuznach), sowie Stefanie Werner (Bramfelder SV) wurden am gleichen Ort Jugendmeister.  

Der MTV Bad Kreuznach (Wappen) wurde zum Jahresende in Freiburg Deutscher Vereinsmeister und konnte seinen Vorjahreserfolg in der Bundesliga wiederholen. Damit begann eine bis heute unerreichte Serie.   

Text: Heinz-Peter Michels  

Roland Berger

roland_berger_09Eine Trampolin Legende nimmt Abschied, denn Roland Berger (64) ist seit Jahresanfang nicht mehr als Abteilungsleiter sowie verantwortlicher Stützpunkttrainer in Bielefeld tätig, er hat sich nach einigem Abwägen zurück gezogen.
In den Jahren 1985 – 1998 war Roland Berger als Trampolin Bundestrainer erfolgreich tätig. Er hatte zuvor bereits etwa 25 Jahre Kontakt zu der aufstrebenden jungen Turn-Disziplin. Denn in den sechziger Jahren nahm er als Sportler allein zehn mal an Deutschen Meisterschaften teil. Nach seiner Turnlehrer Ausbildung an der Deutschen Turnschule in Frankfurt am Main nahm er später ein Studium an der Sporthochschule Köln auf und wurde Diplom Sportlehrer. Ab Mitte der siebziger Jahre baute er mit seiner Frau Heidi die westfälische Nachwuchsgruppe bei der Sportvereinigung Brackwede auf, mit der er bis zuletzt überaus erfolgreich war. Allein 75 x Gold bei Deutschen Meisterschaften konnte er in den 35 Jahren mit seinen Sportlern gewinnen. Doch damit nicht genug, Roland war auch viele Jahre als Kampfrichter im Einsatz, er hatte die internationale Lizenz. In all den Jahren war er zudem regelmäßig in der Trainer Aus- und Fortbildung tätig und nicht wenige Übungsleiter haben bei ihm ihr Rüstzeug erhalten. Lieber Roland, lass dich auch weiterhin bei den Wettkämpfen sehen, auf der Tribüne ist sicherlich immer ein Platz für dich und oftmals die Gelegenheit, sowohl über die Vergangenheit als auch über zukunftsweisend Entwicklungen zu sprechen. 

Text: Heinz-Peter Michels

Turnfest Angebote

Während der Turnfest Woche werden in Frankfurt am Main für die große Zahl der Gäste besondere Angebote ausgearbeitet. Auch wir vom FFT möchten auf einige dieser Highlights hinweisen.

Zusatzangebot wegen hoher Nachfrage

Wenn die Sonne untergeht und sich Frankfurt in Dunkelheit hüllt, startet der Turnfest-Dampfer zur Skylight-Tour. Langsam zieht die in Europa einzigartige Skyline an Ihnen vorbei, während Sie an Deck die faszinierende Silhouette, Frankfurts nächtliches Lichtermeer und den weiten Sternenhimmel genießen. Das verspricht die Skylight-Tour, die jetzt wegen großer Nachfrage um einen Termin erweitert wurde.

Das Schiff legt um 22 Uhr ab und fährt vorbei an beleuchteten Kaimauern, Solitär-Bäumen, Platanenreihen, prägnanten Bauwerken und einzelnen Lichtkunstobjekten und unterquert sieben unterschiedlich beleuchtete Mainbrücken. Lassen Sie sich vom nächtlichen Frankfurt beeindrucken. Dafür stehen folgende Termine zur Verfügung, die über den Turnfestwart im GymNet auf Ihren Namen gebucht werden können:

31. Mai | Buchungsnummer 59 213
01. Juni | Buchungsnummer 59 214
02. Juni | Buchungsnummer 59 217 (neuer Zusatztermin)
03. Juni | Buchungsnummer 59 215

 Text:Heinz-Peter Michels

Vor dreißig Jahren

tv_unterbach_wappen_08Im Jahre 1979 fanden die Europa Meisterschaften nach der Premiere 1969 erneut in Paris statt und die Sportler hatten jeweils eine Stimme um festzulegen, welche Trampoline im Wettkampf aufgestellt werden. Zwei Trampolair (Frankreich) standen ohnehin und so wurde zwischen Nissen (England) und EUROTRAMP (Deutschland) entschieden. Erstmals kam es denn dazu, dass die Nissen Trampoline, die bis dato immer bei Internationalen Meisterschaften benutzt wurden, nicht zum Einsatz kamen. Der „Siegeszug“ der EUROTRAMP Trampoline nahm fortan seinen Lauf.

Die Deutschen Meister wurden in Berlin ermittelt, es gewannen Paul Luxon und Ute Scheile, beide TGJ Salzgitter. In Brackwede siegten in der Jugend Beate Kruswicki (TTV Duisburg) und Ralf Pelle, in der Schülerklasse Jens-Peter Augustin und Sabine Thielen (alle drei TGJ Salzgitter). 

In Neuwied wurden die Synchron Wettbewerbe ausgetragen. Jörg Schnierda / Karl-Heinz Hüninghake (TV Unterbach) sowie Ute Luxon / Ute Scheile (TGJ Salzgitter) siegten bei den Erwachsenen. In der Jugend gingen die Titel an Ralf Pelle / Dieter Wozniak (TGJ Salzgitter) sowie Susanne Hauser / Susanne Rheinschmidt (FT Freiburg / TV Gernsbach). Und bei den Schülern gar zweimal Gold an die TGJ Salzgitter, Michael Rother / Jens Augustin sowie Annette Kühle / Sabine Thielen. Brühl bei Köln war Ausrichter der Mannschafts-Meisterschaften. Bei den Damen und Herren gewann jeweils die TGJ Salzgitter.

Aus der Jugend liegen uns keinerlei Ergebnisse vor, wer kann da weiterhelfen? Die TGJ Salzgitter und der TV Gernsbach sind hingegen bei den Schülern und Schülerinnen dokumentiert. Und zum Jahresende wurde das Bundesliga Finale in Witten ausgetragen und der TV Unterbach (Wappen) wurde Deutscher Vereinsmeister.    

 

Text: Heinz-Peter Michels

Bewerbung Grünes Band

das_gruene_band_09Nachdem im letzten Jahr dem Trampolin Verein Frankfurt FLYERS der Preis übergeben wurde war zunächst unklar, ob mit dem Zusammenschluß der beiden Geldinstitute Dresdner Bank und Commerzbank dieser traditionelle Wettbewerb entfallen könnte. Doch dieser Tage erschien die Ausschreibung, die wir den FFT Lesern nicht vorenthalten möchten. Gleichzeitig sollten interessierte Vereine mit besonderer Nachwuchsförderung über eine Bewerbung einmal nachdenken.

Der Wettbewerb um „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ wird im Jahr 2009 fortgesetzt, teilten die Dresdner Bank und der Deutsche Olympische Sportbund Mitte Januar 2009 mit. Für vorbildliche Talentförderung zeichnet die Jury bis zu 50 Vereine aus den 52 DOSB-Spitzenverbänden mit je 5.000,- EUR zur freien Verwendung in der Jugendarbeit aus. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Zusätzlich wird ein Sonderpreis „Anti-Doping“ ausgelobt, der drei weitere Vereine mit einer Prämie von 5.000 Euro auszeichnet, die besondere Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen Doping betreiben. Die Anträge für den Sonderpreis „Anti-Doping“ müssen bis 31. März 2009 direkt an den DOSB, GB Leistungssport, gesandt werden.

Die kompletten Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb „Vorbildliche Talentförderung im Verein“ in den DTB-Sportarten Gerätturnen Frauen, Gerätturnen Männer, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen, Orientierungslauf und Rope-Skipping müssen bis zum 31. März 2009 beim Deutschen Turner-Bund vorliegen. Danach gibt der DTB drei Bewerbungen an die Jury von Dresdner Bank und Deutscher Olympischer Sportbund weiter, die dann im Sommer 2009 eine Entscheidung über die Preisträger trifft.

Die Jury macht ausdrücklich aufmerksam auf die in der Ausschreibungs-Broschüre konkretisierten Kriterien für die Bewertung von Talentförderung. Die Ausschreibung und die Bewerbungsunterlagen können beim Deutschen Turner-Bund (Tel. 069/67801-126; hotline@dtb-online.de) abgerufen werden und stehen im Internet unter www.dasgrueneband.com zur Verfügung.

Im Jahr 2008 wurden zwei Mitgliedsvereine des Deutschen Turner-Bundes mit dem „Grünen Band“ ausgezeichnet:

  • Turnklubb Hannover (Gerätturnen, Niedersächsischer Turner-Bund)

  • Frankfurt FLYERS (Trampolinturnen, Hessischer Turnverband)

Bewerbungsunterlagen bitte bis 31. März 2009 an

Deutscher Turner-Bund
Abteilung Grundsatzfragen
Otto-Fleck-Schneise 8
60528 Frankfurt/Main

Tel. 069/67801-126
Fax 069/67801-179
E-Mail: hotline@dtb-online.de
 

 Text: DTB website

Jahresausblick 2009

mitch_kuhn_09Auch den Besuchern unserer FFT-Seite mochten wir die Jahresvorschau für 2009 nicht vorenthalten…! 

Trampolin-Cheftrainer Michael Kuhn (Foto) nimmt in seinem Ausblick auf die Saison vor allem die Weltmeisterschaften in Russland ins Visier. Trotz einiger Umbürche und Doppelbelastungen im Team von Henrik Stehlik und Co. hat der Trainer klare Vorstellungen von den zu erreichenden Zielen.  

Von Cheftrainer Michael Kuhn 
Für uns Trampolinturner ist das Sportjahr 2009 geprägt von den im November (07. – 15.) stattfindenden Weltmeisterschaften im russischen St. Petersburg. Durch verschiedene Umbrüche im Team und Veränderungen in der Karriereplanung einzelner Athleten ist eine Prognose für diese WM nur schwer zu formulieren. Trotzdem wollen wir auch 2009 wieder vorne mitmischen.

Es ist zu erwarten, dass unser Team mit dem einen oder anderen neuen Gesicht an den Start gehen wird. Dennoch streben wir bei den Männern an, im Mannschaftsergebnis das Finale zu erreichen und unter die Top fünf zu turnen. Außerdem soll sich ein Athlet unter die besten Acht im Einzel qualifizieren.

Männer – Favoriten mit Doppelbelastung
Nach wie vor muss Henrik Stehlik (TGJ Salzgitter) eine gute Chance eingeräumt werden, sich für die WM zu qualifizieren. Auch wenn er bis September sein Studium abschließen muss und im ersten Halbjahr kaum Wettkämpfe einplanen wird. Ebenso aussichtsreich sind die Möglichkeiten von Karsten Kuritz (TSB Schwäbisch Gmünd), der 2008 neben Henrik die besten internationalen Ergebnisse abgeliefert hat. Allerdings ist auch er Student und befindet sich bis zum Sommer im Auslandssemester. Weitere Kandidaten für die WM sind Dennis Luxon (TGJ Salzgitter) und Martin Gromowski (MTV Bad Kreuznach), beide befinden sich in der Ausbildung. Doch auch die Nachwuchskräfte Christopher Schüpferling (TV Erlangen) und Daniel Schmidt (Bramfelder SV) werden versuchen, im Kreis der Senioren Fuß zu fassen und bei der WM-Qualifikation Paroli zu bieten. Möglicherweise greifen auch noch einmal „Altstars“ wie Markus Kubicka (Frankfurt Flyers) oder Michael Serth (TV Schaafheim) an, um den Jungen das Leben nicht zu einfach werden zu lassen.

Frauen – Simon gefordert, Dogonadze ungewiss
Bei den Frauen ist fraglich, ob wir ein schlagkräftiges Team stellen können. Durch angehobene Qualifikationskriterien ist es durchaus möglich, dass wir in diesem Übergangsjahr nur Einzelturnerinnen entsenden können. Mittelfristig wollen wir wieder ein Frauenteam bilden, das unter den besten fünf bis sieben Mannschaften weltweit turnt. Die besten Chancen hat Jessica Simon (MTV Bad Kreuznach), die möglichst nah an die besten Acht heranzukommen oder sogar in das Einzelfinale vorzustoßen soll. Auch eine Rückkehr von Anna Dogonadze (MTV Bad Kreuznach) scheint möglich, obwohl sie im Prüfungsstress (Ausbildung) steckt und an ihrer Rückenverletzung laboriert.

Bei den weiteren Kandidatinnen ist abzuwarten, wie ihre sportlichen Ziele mit den schulischen Verpflichtungen vereinbart werden können: so wird auch Carina Baumgärtner (MTV Bad Kreuznach) ihre Ausbildung abschließen, Lara Hüninghake (TGJ Salzgitter) ihre Abiturprüfungen machen und Sarah Syed (TV Weingarten) eine Ausbildung beginnen.

Deutsche Meisterschaften beim Turnfest als Highlight
Die Qualifikation zur WM läuft 2009 über vier Wettkämpfe, wobei den Deutschen Meisterschaften als zweite Quali im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes eine zentrale Rolle zufällt. Bei dem tollen Zuschauerzuspruch, den wir von den vergangenen Turnfesten kennen, ist mehr als nur ein Fingerzeig für die WM zu erwarten. In einer solchen Atmosphäre trennt sich die Spreu vom Weizen und nur die Nervenstärksten werden dort bestehen. Die weiteren Quali-Wettkämpfe: Rheinhessen-Pokal in Mainz (28.03.), Teuto-Cup in Bielefeld (19.09.) und Schwaben-Pokal in Sulzbach (26.09.). Weltcup in Salzgitter mit großer Bedeutung

Vier große Turniere der Worldcup-Serie stehen für uns 2009 an. Eine herausragende Rolle wird hierbei der Weltcup in Salzgitter (11.-12.09.) spielen. Nach Möglichkeit wollen wir dort mit vier weiblichen und vier männlichen Aktiven an den Start gehen und bei den Entscheidung ein Wörtchen mitreden. Es ist damit zu rechnen, dass die komplette Weltelite dort zusammen kommt.

Für den Jugendbereich stehen als Hauptwettkampf die World Age Group Competitions, was einer Jugend-WM entspricht, unmittelbar nach der WM in St. Petersburg an. Über Jugendländerkämpfe und drei Qualifikationswettkämpfe wird Bundesnachwuchstrainer Jörg Hohenstein die Kandidaten für die Altersklassen auswählen. Die WAGC hat sich in den vergangenen zehn Jahren zum wichtigsten Gradmesser entwickelt, um internationale Tendenzen zu beobachten. Ziel wird es sein, das Ergebnis von 2007 (eine Medaille und zwei Finalplätze) zu übertreffen.

Text: DTB-Online