Im Oktober 1954 besuchte der damalige Generalsekretär der UdSSR Nikita Chruschtschow das Brudervolk der DDR. Bei dieser Reise kam es auch zu einem Abstecher nach Sachsen zur Besichtigung des dortigen Eisenbahnerwerkes Zwickau. Und die dortigen Meister der Lehrwerkstatt hatten mit ihren Auszubildenden in den Jahren zuvor ein Batut (im Westen unter dem Namen Trampolin bekannt) gebaut, es diente der körperlichen Ertüchtigung der Werktätigen. Beim Empfang auf dem Stalinplatz der Stadt Zwickau zeigten die jungen Sportler dem sowjetischen Machthaber sowie der zahlreich erschienenen Bevölkerung per Schauvorführung ihre akrobatischen Luftsprünge.
Text: Heinz-Peter Michels

Am vorletzten September Wochenende trafen sich Trampolinsportler früherer Jahre in Weilheim an der Teck. Dort ist der Firmensitz des Trampolin Geräteherstellers EUROTRAMP. Und die dort Verantwortlichen um Dennis Hack sowie Johannes Maier hatten sich mit weiteren Mitarbeitern aller größte Mühe gegeben, die nahezu 80 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet zu empfangen. Die Entwicklung der Geräte doch insbesondere die aktuelle Fertigung der für unterschiedliche Bedürfnisse entworfenen Trampoline wurde anschaulich rübergebracht und versetzte die Gäste bei der Betriebsbesichtigung der neu entstandenen und auch alten Produktionsstätten in Erstaunen. Dafür möchten sich die Oldies ganz herzlich bedanken.
Einst gehörten sie der Vereins- Landesverbands- oder auch Nationalmannschaft an und bestimmten in den ersten drei Jahrzehnten des Trampolinsports die Szene in Deutschland. Inzwischen zählen sie größtenteils schon zum „alten Eisen“ und haben sich etwas zurück gezogen. Nach acht Jahren der Abstinenz kommt es an diesem Wochenende im Ländle zu einem erneuten Oldies Treffen. Zunächst versammeln sich die Ehemaligen bei der Firma EUROTRAMPin Weilheim an der Teck zu einer Betriebsbesichtigung. Anschließend findet der gemütliche Teil im benachbarten Kirchheim unter Teck statt.


