Eigens für den Rückflug aus Rio de Janeiro wurde dieser Tage ein Lufthansa Jumbo gestylt, der die deutschen Olympia Athleten am Montag nach Hause fliegen soll. Die Landung ist für Dienstag Vormittag in Frankfurt geplant, wo es anschließend mit einem Auto Korso zum Eisernen Steg, per „Walk of fame“ über den Main zum Römer führen soll, dort ist ein rauschender Empfang zu erwarten. Bundespräsident Joachim Gauck höchst selbst wird die Olympioniken begrüßen. Anders als vor vier Jahren, als per Ozeanriese eine Schifffahrt von London nach Hamburg organisiert wurde, dieses Mal also per Luftschiff zum Empfang. Die ARD wird ab 12.15 Uhr übertragen. Trampolinturnerin Leonie Adam mit den nationalen Sportstars im Siegerflieger sollte dieses einmalige Erlebnis genießen, wir warten auf dich. Guten Flug.
Text: Heinz-Peter Michels

Am Sonntag enden die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und in der Abschlussfeier stehen zuallererst die Athleten im Mittelpunkt. Dazu zählt auch Leonie Adam, die mit Platz zehn einen hervorragenden Wettkampf im Feld der weltweit besten Trampolin Damen ablieferte. Im Ranking waren lediglich Athletinnen aus sechs Nationen vor ihr. Das lässt hoffen für die nächste Olympiade mit dem Höhepunkt 2020 in Tokio. Vinicius als brasilianisches Maskottchen (Foto) wird in ihrem Reisegepäck sein und zukünftig als Erinnerung einen besonderen Platz im heimischen Pokalschrank erhalten.
Die Weltmeisterschaft 1986 fand in Paris statt. Schon seinerzeit hatte die französische Hauptstadt mit Terror Anschlägen zu kämpfen und der Einlass in den Sportpalast Bercy fand unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt. Auf dem Siegerpodest stand Lionel Pioline (Frankreich) vor den beiden Germanen Ralf Pelle und Michael Kuhn. Igor Gelimbatowski sprang eine phantastische Kür mit damals bereits fünf Triffis zu Übungsbeginn. Tatjana Lushina (beide Sowjetunion) gewann bei den Damen und Deutschland wurde erstmals Team Weltmeister. Mit Gold kehrten Ralf Pelle (Salzgitter), Michael Kuhn (Heubach), Jörg Röh (Hamburg) und Karl-Heinz Hüninghake (Unterbach) heim. Doch auch die DTB DMT Damen und Herren waren äußerst erfolgreich.
In der Stadt Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma fand 1976 die Weltmeisterschaft statt. Inzwischen gab es seit 1969 Europa-Meisterschaften und infolgedessen wurden die WM auf einen Zweijahresrhythmus umgestellt. Da bei den Herren Punktgleichheit vorlag gewannen gemeinsam Titelverteidiger Richard Tyson (Frankreich) sowie Evgeny Janis aus der Sowjetunion, deren Sportler dort übrigens erstmals an einer WM teilnahmen. Doppel-Mini-Tramp und Tumbling Wettbewerbe standen erstmals im Programm. Wenige Wochen später boykottierten die Mehrzahl der afrikanischen Nationen die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Montreal, da es zuvor vereinzelt Rugby Länderspiele mit Südafrika gab. In Tulsa standen interessanterweise die Herren Synchron Paare aus der Sowjetunion, Deutschland und Südafrika auf dem Siegerpodest.