Nied nun Eintracht

Die Sportgemeinschaft 1877 Frankfurt-Nied hat sich mit seinen zuletzt 1700 Mitgliedern zum 30. Juni 2021 aufgelöst und der Großteil der verschiedenen Abteilungen sich der SG Eintracht Frankfurt angeschlossen. So auch die bundesweit bekannte, ja erfolgreiche Trampolingruppe um deren langjährigen Leiter Roland Köcher, die nun der Turnabteilung der Eintracht angehört. Sie werden jedoch weiterhin im Westen der Mainmetropole trainieren, denn die Niddahalle in der Oeser Straße ist auch zukünftig ihre heimische Umgebung. 

 

Ja die in die Jahre gekommene Großsporthalle, häufig Austragungsort Frankfurter- und Hessischer Meisterschaften, doch insbesondere für das unvergessliche, live im Sportfernsehen (DSF) übertragende Trampolin Bundesliga Finale im Jahre 1998, bleiben in bester Erinnerung. Nicht zu vergessen die daneben liegende Niddakampfbahn waren ausschlaggebend für diesen für viele überraschenden Schritt, denn die Liegenschaft muss dringend saniert und aufwendig renoviert werden. Allerdings die vorhergesagten Kosten waren durch die Mitglieder nicht zu stemmen, selbst die Stadt Frankfurt am Main lehnte dankend ab und so kam es letztlich nach längeren Verhandlungen zu diesem Ergebnis. Die Eintracht wird als Investor die Kosten übernehmen, lehnte aber eine Fusion kategorisch ab. Daraufhin entschieden sich die Stimmberechtigten bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die übrigens digital durchgeführt wurde, mit überwältigender Mehrheit für eine Auflösung des Vereins SG Nied, um sich anschließend der Eintracht anzuschließen. Etwas wehmütig bei den langjährigen Mitgliedern das Aus für die Vereinsfarben grün, sie gehen nun in rot über und ab sofort wird stolz der Adler auf der Brust getragen.

 

Text: Heinz-Peter Michels

Neues TK

Die diesjährige Trampolin Bundestagung fand Anfang Juli online statt und im Mittelpunkt standen die Wahlen des Technischen Komitee (TK). Zunächst jedoch galt der Dank den drei ausscheidenden Damen Gerda Bierenfeld, Sabine Kölzer und Birgit Radfelder-Henning, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr antraten. Hut ab, Erstgenannte mit 50-jähriger Mitarbeit in diversen Aufgabenfeldern des DTB.

Der bisherige Vorsitzende Ralf Schutz (Essen) wurde nach achtjähriger Amtszeit zwar wiedergewählt, doch sein „Herausforderer“ Alexej Kessler (Köln/Odenthal) konnte immerhin 1/3 der Stimmen für sich verbuchen. Nach dieser Entscheidung zogen vereinzelt Bewerber ihre Kandidatur zurück. So wurde Marc Schmittka (Münster) für den Bereich Wettkämpfe erneut bestätigt. Marcel Meyer (Gelsenkirchen) übernimmt den Bereich Aus- und Fortbildung. Für Nachwuchs- und Spitzensport nun neu Tina Gottschalk (Ludwig) aus Karben, sie gehört zusätzlich dem Lenkungsstab an. Anke Dannenberg (Frankfurt am Main) konnte sich gegen den bisherigen Amtsinhaber Öffentlichkeitsarbeit Michael Brosig durchsetzen und sie wurde später auch zur TK-Stellvertreterin gewählt. Harald-Michael Jung (Darmstadt) ist weiterhin für den Freizeitsport zuständig, ebenso Patrick Siegfried (Mainz) für die Kampfrichter. Schlussendlich ging die Doppel-Mini-Tramp Position an Christian Pulz (Dillenburg).

Anstatt drei nur noch zwei Damen im TK, zudem stammen aus bzw. leben die Funktionsträger in nur wenigen Landesturnverbänden, so spiegelt sich der weitläufige Fünfmillionen Verband Deutscher Turner-Bund in dieser Neukonstellation nicht wieder. Bleibt zu hoffen, dass ein ohne Zweifel erforderlicher Neustart wirklich greift und weitere Fachleute aus den restlichen 16 der 20 Landesverbände zumindest in den diversen Arbeitsausschüssen Berücksichtigung finden.

 

Text: Heinz-Peter Michels

Ade Turnen 21

Für das verlängerte Himmelfahrt Wochenende war zunächst das im Vierjahresrhythmus stattfindende Int. Deutsche Turnfest geplant, jedoch bereits im Herbst letzten Jahres abgesagt. In der Folge gab es Überlegungen, alternativ ein Multisportevent durchzuführen, bei dem zehn beliebte DTB Fachgebiete teilnehmen sollten. Pandemiebedingt wurde in den letzten Monaten auch diese angedachte Veranstaltung „deutlich gestutzt“ und letztlich blieben noch fünf Turnbereiche übrig. Dieser Tage kam nun auch für dieses abgespeckte Event die endgültige Absage. Mitarbeiter der Ministerien des Freistaat Sachsen, die Verantwortlichen des Organisationskomitee in Leipzig als auch die Funktionsträger des Deutschen Turner-Bund mussten letztlich passen. Somit fallen die angedachten Deutschen Meisterschaften zunächst einmal aus. Bleibt lediglich die Hoffnung auf das zweite Halbjahr 2021. Setzen wir einmal den verbliebenen Optimismus in die inzwischen großflächige Impfkampagne mit dem erhofften Ziel, eine insgesamt bessere Gesundheitslage zu schaffen. 

Text: Heinz-Peter Michels

Rückkehr nach Hessen

Jörg Hohenstein ist nach 30-monatiger Trainer Tätigkeit am Trampolin Stützpunkt Liestal aus der Schweiz nach Hessen zurück gekehrt und seit Jahresanfang wieder verantwortlich im Leistungsstützpunkt Frankfurt am Main.

Nach erfolgreichem Studium an der Hochschule für Körperkultur in Leipzig war Jörg Hohenstein als Berufsschullehrer tätig. Parallel dazu baute er bereits nach der Wende ab 1991 in Dessau eine sehr erfolgreiche Trampolin Riege auf, zunächst für den Polizei Sportclub, später im eigens gegründeten VfL Dessau. Zudem wirkte er im Turnverband Sachsen-Anhalt als Landestrainer.

Es folgte der Ruf zum Deutschen Turner-Bund und von 2003 – 2016 war er als Bundestrainer für den Nachwuchs verantwortlich. Einer seiner Schwerpunkte die praktische Arbeit als Trainer sowie die Koordination und Leitung im Trampolin Zentrum Frankfurt am Main. Die nationalen doch insbesondere die internationalen Erfolge konnten sich während dieser Zeit wahrlich sehen lassen. Doch nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wechselte der DTB in der Disziplin Trampolinturnen sein Personal.

Jörg blieb zwar bei „seinen Sportlern“ und auch an gleicher Wirkungsstätte, jedoch diese sich anschließenden zwei äußerst erfolgreichen Jahre dann als Landestrainer des Hessischen Turnverband.

Auf eigenen Wunsch 2018 der Wechsel in die Schweiz, wo er mit Athen 2004 Olympiasiegerin Anna Dogonadze an seiner Seite die Trampolin Sportler im Zentrum Liestal coachte. Doch auch bei den „Eidgenossen“ hinterließ die Corona Pandemie sichtbare, vor allem finanzielle Spuren.

So kam ihm das erneute Angebot der Hessen gerade zur rechten Zeit und er nahm an. Sein erneuter Einstieg zum 1. Januar ins Frankfurter Leistungszentrum war perfekt und mit den weiteren drei Stützpunkttrainern Pasqual Bahr, Christian Bach sowie Christopher Schüpferling steht nun für die in der Mainmetropole trainierenden Springer ein äußerst erfahrenes Trainer Quartett in der Halle. 

 

Text: Heinz-Peter Michels 

DM DMT erneut verschoben

Die Deutsche Meisterschaft im Doppel-Mini-Tramp Springen sollte im März 2020 in Hamburg stattfinden. Aufgrund der seinerzeit einsetzenden Corona Pandemie wurde sie zunächst um ein halbes Jahr verschoben. In einem weiteren Schritt dann abgesagt und gleichzeitig für März 2021, jedoch in Hannover neu terminiert. Doch auch dieses Vorhaben ist inzwischen hinfällig und so überlegen die DTB Verantwortlichen derzeit erneut über eine Verlegung in den Herbst nach, wobei der Austragungsort erhalten bleiben soll. 

 

Text: Heinz-Peter Michels

World-Cup Absage

Die Vorbereitungen für den Mitte Februar 2021 geplanten Trampolin World-Cup in Baku (Foto 2020) sind abgebrochen worden. Nach Gesprächen zwischen dem Weltturnverband FIG und der Aserbaidschanischen Föderation kam dieser Tage die Pandemie bedingte Absage.

Der wiederum im April in Brescia so bedeutungsvolle World-Cup wird hingegen weiterhin organisiert, schließlich soll er als letzte Qualifikation zur Teilnahme an den Olympischen Spielen im Sommer in Tokio dienen. In Italien gilt in erster Linie jedoch, hohe Hygiene Standards einzuhalten und umzusetzen.

 

Text: Heinz-Peter Michels