In wenigen Tagen beginnen die Olympischen Sommerspiele, sie werden Pandemie bedingt mit einem Jahr Verzögerung in Tokio ausgetragen. Wie schon zu den Wettbewerben der zurück liegenden Jahre, konnten sich jeweils 16 Damen und Herren über die letzten Trampolin Welttitelkämpfe, die World-Cup Serie bzw. Meisterschaften ihrer Kontinente qualifizieren. Sie gehören zu 15 Nationen und kommen aus allen fünf Erdteilen. Mit China sowie Gastgeber Japan erreichten die beiden asiatischen Nationen mit je zwei Damen und Herren die höchst mögliche Zulassungszahl. Sportler aus Russland ebenfalls, wobei sie nicht für ihr Land sondern für das NOK antreten. Hier die startberechtigten Nationen und die Zahl ihrer Sportler.
AUS 2
BLR 2
CAN 2
CHN 4
COL 1
EGY 2
FRA 2
GBR 2
JPN 4
MEX 1
NZL 2
POR 1
UKR 1
USA 2
(ROC) 4
Text: Heinz-Peter Michels

Zu den Olympischen Spielen der Jahre Sydney 2000, Athen 2004, Peking 2008, London 2012 konnten sich mit Michael Serth, Anna Dogonadze sowie Henrik Stehlik jeweils Damen und Herren des DTB qualifizieren, in Rio 2016 zumindest mit Leonie Adam noch eine Turnerin. Von dort an sollte es dann laut DTB Sportdirektor Wolfgang Willam effektiver und möglichst erfolgreicher angegangen werden. Zunächst wurden seitens des DTB die beiden Bundestrainer entlassen, Nachfolger konnten indes nicht wirklich gefunden werden. Mit einiger Zeit Verzögerung dann Trainer David Pittaway, er richtete sein ganzes Augenmerk auf Tokio, doch diese Zeitspanne endete bereits nach 18 Monaten. Die nächste Übergangsphase mit Teamchef Patrick Siegfried schloss sich an, bevor dann zum Jahreswechsel 2021 Cheftrainerin Katarina Prokesova die Verantwortung übertragen bekam. Doch da war es bereits zu spät, in der Zeit davor gab es keine adäquaten WM- bzw. World-Cup Ergebnisse. So finden nun Ende Juli bei den Olympischen Spielen in Japan die Trampolin Wettbewerbe ohne Deutsche Athleten statt.
Die Sportgemeinschaft 1877 Frankfurt-Nied hat sich mit seinen zuletzt 1700 Mitgliedern zum 30. Juni 2021 aufgelöst und der Großteil der verschiedenen Abteilungen sich der SG Eintracht Frankfurt angeschlossen. So auch die bundesweit bekannte, ja erfolgreiche Trampolingruppe um deren langjährigen Leiter Roland Köcher, die nun der Turnabteilung der Eintracht angehört. Sie werden jedoch weiterhin im Westen der Mainmetropole trainieren, denn die Niddahalle in der Oeser Straße ist auch zukünftig ihre heimische Umgebung.
Bereits die dritte Auflage des Hessen Cup fand zum Monatswechsel statt und die Teilnehmerzahlen bestärken die Organisatoren in ihren Bemühungen, die Veranstaltung auch weiterhin alternativ zu bisherigen Austragungsarten anzubieten. Virtuell werden die Wettbewerbe in der Basis- und Elite-Klasse angeboten, wobei alle Altersbereiche Berücksichtigung finden. Zwei Übungen können in der heimischen Sporthalle per Video aufgenommen werden, um diese dann dem Veranstalter zuzuleiten. Der wiederum lässt sie von einem Kampfrichterpool per Homeoffice bewerten. Auf der Website Sportdata sind sämtliche Informationen nachzulesen. Kurz vor der Sommerpause nahmen 300 Springer aus 35 Vereinen teil, sie gehören zu Clubs in den Niederlanden, Großbritannien doch vornehmlich Deutschland.
Die diesjährige Trampolin Bundestagung fand Anfang Juli online statt und im Mittelpunkt standen die Wahlen des Technischen Komitee (TK). Zunächst jedoch galt der Dank den drei ausscheidenden Damen Gerda Bierenfeld, Sabine Kölzer und Birgit Radfelder-Henning, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr antraten. Hut ab, Erstgenannte mit 50-jähriger Mitarbeit in diversen Aufgabenfeldern des DTB.
Mit dem ersten Juli Wochenende 2021 sollen die Weichen zukünftiger Trampolin Aktivitäten in Deutschland gestellt werden. In der DTB Zentrale Frankfurt trifft sich das Technische Komitee und zur gleichzeitig angesetzten Bundestagung werden die 20 Landesfachwarte (LFW) online zugeschaltet. Denn neben der Berichterstattung zu den letzten vier Jahren stehen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Und das Interesse der Mitarbeit ist offensichtlich größer denn je, allein in sechs Aufgabenfeldern gibt es gleich zwei Kandidaten. Lediglich im Bereich Jugend/Schule/Freizeitsport sowie Kampfrichter stehen die bisherigen Amtsinhaber Harald-Michael Jung sowie Prof. Dr. Dr. Patrick Siegfried auf der Liste. In den jeweils anderen Positionen wird es wohl zu Kampfabstimmungen kommen. Der bisherige TK Vorsitzende Ralf Schutz steht dem ehemaligen Mitglied der Nationalmannschaft Alexej Kessler gegenüber, der unbedingt neuen Schwung, doch vor allem einen anderen Führungsstil einbringen möchte. Der Bereich Wettkämpfe wurde bisher von Marc Schmittka abgedeckt, nun kandidiert mit Dipl. Ing. Simone Stöhr eine absolute EDV Spezialistin. Der „Brückenkörper“ zwischen TK und Lenkungsstab im Nachwuchs- und Leistungssport muss ebenfalls neu besetzt werden. Hier kandidieren die ehemalige zweifache Synchron-Weltmeisterin Tina Gottschalk (Ludwig) sowie Bayerns Landestrainerin Viola Gaida. Und auch um die wichtige Position Lehrarbeit treten zwei Fachleute an. Gymnasiallehrer und zugleich Rheinlands Kadertrainer Marcel Meyer sowie Bayerns Landestrainer Markus Thiel stehen auf der Wahlliste. Michael Brosig bekommt mit Anke Dannenberg als LFW Hessen eine Gegenkandidatin für die Öffentlichkeitsarbeit. Bleibt das Doppel-Mini, wo sich Dipl. Ing. Christian Pulz sowie die ehemalige DMT Springerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der UNI Münster Sina Klabunde bewerben.