Am Freitag läuft im Fernsehsender RTL ab 20.15 Uhr die Serie Ninja Warrior. Dazu gab es bereits in den letzten Wochen diverse Ausscheidungen, pro Sendetag wurden 60 Kandidaten ins Rennen geschickt, wobei sich im Vorfeld über 4000 Interessierte anmeldeten. Nun werden am Abend des 29. Juli die letzten sieben Kandidaten ermittelt. Dabei ist auch das Mitglied der Trampolin National-Mannschaft Daniel Schmidt aus Hamburg beteiligt. Tags darauf dann bereits das Finale, zu dem sich maximal 28 Kandidaten qualifizieren können. Wir drücken dem Daniel für Freitag natürlich ganz fest die Daumen und wollen hoffen, dass er zudem sein Ziel, die Endrunde am Samstag, erreicht.
Text: Heinz-Peter Michels

Nachdem in den Jahren 1964 und 1965 die ersten Weltmeisterschaften jeweils in London stattfanden war die Stadt Lafayette 1966 in den USA Gastgeber. Wie erwartet gewann einmal mehr Judy Wills bei den Damen und bei den Herren der nach ihm benannte Doppelsalto gestreckt mit Dreifachschraube Miller. Damals war die Federation International Trampoline (FIT) als Veranstalter verantwortlich. Sie existierte von der Gründung 1964 in Frankfurt bis zur Verschmelzung mit der FIG im Jahre 1999 letztlich 35 Jahre. Dieser Schritt wurde schließlich zur Jahrtausendwende erforderlich, um ins Programm der Olympischen Spiele als Sportart aufgenommen zu werden.
In den USA entwickelte sich in den fünfziger Jahren der Trampolinsport in verschiedene Richtungen. So fanden erste Wettkämpfe statt, doch auch die US-Piloten und zukünftigen Astronauten wurden auf dem federnden Tuch ausgebildet. Insbesondere Zirkusartisten und vermehrt Show Gruppen nutzten das Gerät für alle möglichen Auftritte. Auch bei uns wurden in dieser Zeit erste „Wurfmaschinen“ in Eigenarbeit gebaut und zu verschiedenen Anlässen eingesetzt. Mit dem ASV Süchteln im Westen sowie ESV Lok Zwickau im Osten stehen zwei Vereine für die anfängliche Entwicklung in Deutschland.
Noch zehn Tage, dann beginnen die Olympischen Spiele in Brasilien. Und die weltweit größte, sportliche Veranstaltung wirft bereits unübersehbar ihre Schatten voraus. So wird die Trampolin Olympiasiegerin der letzten Sommerspiele in London 2012 Rosi MacLennan bei der Eröffnungsfeier mit dem Einmarsch der Nationen die Flagge Kanadas tragen. Eine Woche später stehen dann die Wettkämpfe auf dem Programm. Am Freitag den 12. August werden die männlichen Wettbewerbe ausgetragen, tags darauf dann die des weiblichen Geschlecht. Wie schon an den letzten drei Austragungsorten sind jeweils 16 Damen und Herren zugelassen, wobei sich allein 50% aus Europa qualifizierten konnten. In Rio de Janeiro ist der Trampolinsport zum fünften Mal beteiligt.
Mit dem Wochencamp in Italien endet die Dienstzeit des langjährigen Bundesnachwuchstrainer Jörg Hohenstein. Im nationalen Trainingscenter der Stadt Fano trainieren derzeit die C-Kader Mitglieder Alexandra Breuer (Brauweiler), Lars Fritzsche (Eberstadt), Darion Wren (Dettingen), Niklas Oellig und Cüneyt Emir (beide Frankfurt FLYERS) sowie Christopher Kuhnert, dessen Trainerin Katharina Prokesova (beide Salzgitter) ebenfalls im Einsatz ist. Italiens langjähriger Superspringer Flavio Canone ist natürlich auch zugegen und grüßt wie alle genannten die Freunde in Deutschland.
Im Leistungszentrum Ruit trainieren dieser Tage gemeinsam die Trampolin Olympia Teilnehmer aus Portugal, Frankreich und Deutschland. Darauf hatten sich die Nationaltrainer vor Jahresfrist geeinigt, nachdem es im Jahre 2012 bereits erfolgreich praktiziert wurde. Klar dass auch ein Besuch der Schwaben Metropole Stuttgart auf dem Programm stand und zudem ein Besuch der Firma EUROTRAMP in Weilheim an der Teck mit dazu gehört. Noch DTB Cheftrainer Michael Kuhn ist im Ländle einmal mehr ein guter Gastgeber. Das Camp läuft bereits seit einigen Tagen und die hohen Temperaturen in der Halle sind zumindest den Südländern nicht unbekannt. Die Motivation leidet keinesfalls darunter, im Gegenteil, die Sportler trainieren sehr diszipliniert.