Mit 75,5 gelang Daniel Schmidt vom Bramfelder SV eine neue Rekordpunktzahl bei den Deutschen Meisterschaften im Doppel-Mini-Tramp Springen. Er begeisterte nicht nur die nationale DMT Szene sondern auch die Zuschauer auf der Tribüne des TV Weingarten. Die Schwaben hatten die Veranstaltung gut vorbereitet und auch die zeitliche Abwicklung, DM + D-Cup an einem Tag, wurde positiv beurteilt. Die oftmalige Deutsche Meisterin Jana Twesten vom SV Hansa Stöckte überzeugte ebenfalls und kann sich berechtigte Hoffnungen auf eine mögliche WM-Teilnahme zum Jahresende machen. Die WAGC Norm bestätigte zudem im Jugendbereich sehr eindrucksvoll der Hamburger Maurice Maywald. Den Mannschaftswettbewerb in der offenen Klasse gewann einmal mehr die TGJ Salzgitter, Favorit Bramfeld hatte aus verletzungsbedingten Gründen seine erste Mannschaft zurück ziehen müssen. Für das Jahr 2020 werden die Teilnahme Normen überarbeitet, zumindest soll sicher gestellt werden, dass keine Durchgänge mit einem Schwierigkeitsgrad von null Punkten Akzeptanz finden.
11-12 Jahre
61,2 Nikola Volska – TGJ Salzgitter
58,9 Hendrik Striese – TGJ Salzgitter
13-14 Jahre
62,0 Sara Keller – Bramfelder SV
64,4 Miguel Feyh – Kängurus Dauenheim
15-16 Jahre
63,0 Sabrina Langer – TSV Ganderkesee
64,1 Eduard Melnichuk – TGJ Salzgitter
17-18 Jahre
62,4 Nele Henseleit – Geestemünder TV
69,2 Maurice Maywald – Bramfelder SV
Erwachsene
65,3 Jana Twesten – SV Hansa Stöckte
75,5 Daniel Schmidt – Bramfelder SV
Team U 14
91,0 TG Münster
Team Open
98,5 TGJ Salzgitter
Text: Heinz-Peter Michels

Der schwäbische TV Weingarten ist am Samstag Ausrichter der diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Doppel-Mini-Tramp Springen. Dazu wurden bundesweit 110 Springer aus 42 Vereinen gemeldet, die zu elf Landesturnverbänden gehören. Die Zahl der Teilnehmer ist in den Gruppen der jüngeren Jahrgänge deutlich höher als bei den Jugendlichen und Erwachsenen. Auffällig einmal mehr, dass aus dem Norden der Republik weit über 30 Clubs die Reise ins Ravensburger Land antreten.
Laszlo Pobloth wurde 1989 in Berlin geboren und wuchs dort bei seinen Eltern und Schwestern im Kreise der Familie auf. Zehnjährig begann er beim TSV Rudow mit dem Trampolinturnen. Im Jahre 2005 wechselte er ins Sportinternat Frankfurt am Main, ging in Goldstein in die Eliteschule des Sports und machte dort sein Abitur. Anschließend begann er in Mainhattan sein Studium an der Fachhochschule. Nach erfolgreichem Abschluss ist er inzwischen beruflich in einem schalltechnischen Prüfstand als Ingenieur tätig. Er pendelt seither wöchentlich zwischen Wohnsitz in Zeppelinheim und seinem schwerpunktmäßigen Arbeitsplatz in Mülheim an der Ruhr.
Die ersten Monate des Jahres stehen in Hessen traditionell im Zeichen der Trampolin Liga Saison. So finden derzeit an den Wochenenden sowohl in der Oberliga als auch der Landesliga die Begegnungen statt. Beide Gruppen bestehen aus jeweils neun Mannschaften und die Wettkämpfe werden mit drei Teams ausgetragen. An diesem Wochenende war die Tornhall des TV Büttelborn bis auf den letzten Platz besetzt, denn kein geringerer als Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen trat dort im Team seiner Freundin auf. Er zeigte immerhin fünf Doppelsalti in der Kür und begeisterte nicht nur das staunende Publikum sondern auch Trainer Mirko Bott (Foto). Hallensprecher Udo Döring moderierte die Veranstaltung und nahm Fabian anschließend wieder mit nach Hause.
Die Zahl 23 hat es in diesem Jahr offensichtlich in sich. Beim World-Cup vor drei Wochen in Baku belegten als beste Deutsche sowohl Silva Müller als auch Fabian Vogel den 23. Platz. Und im freitagabendlichen RTL Big Bounce Finale musste sich Deutschlands Superspringer Kyrylo Sonn ebenfalls mit Rang 23 zufrieden geben und kam gar über den ersten Durchgang nicht hinaus. Da machten es Tom Schlagmüller aus Schwaben und Joshua Weinert aus Hessen schon deutlich besser und erreichten die Zwischenrunde. Im Finale standen jedoch mit Waldemar Müller ein Berliner Free Runner der gegen den Zirkusartisten Thomas Scholl aus Bremerhaven um die € 100.000,00 Siegprämie kämpfte. Der Athlet von der Nordseeküste strahlte nicht schlecht, als ihm der Gewinner Scheck von den beiden RTL Moderatoren (Foto) überreicht wurde. 