10. GCO Geburtstag

Seitens des SC Cottbus war für das letzte Mai Wochenende 2021 das Internationale GymCityOpen Turnier geplant. Die Organisatoren um Brandenburgs Landeschef Uwe Marquardt blieben lange optimistisch, doch letztlich wurde es wie schon bei so vielen weiteren Wettkämpfen zuvor Pandemie bedingt abgesagt. Es sollte zudem mit der zehnten Auflage als Jubiläumsausgabe stattfinden und unter normalen Bedingungen wäre sicherlich ein großes, europäisches Teilnehmerfeld angereist. Da gleichzeitig bei dem Wettbewerb für die nationalen WAGC Kandidaten Qualifikations-Punkte vergeben werden sollten, wird nun im kleinen Rahmen in der Lausitz Arena ausschließlich eben darum gekämpft. Übrigens, auf dem Foto festgehalten, die Premiere Sieger.

 

Text: Heinz-Peter Michels

 

 

Freies Wochenende

Für fünf Tage war das Internationale Deutsche Turnfest in Leipzig geplant und es sollte Mitte Mai 2021 um das verlängerte Christi Himmelfahrt Wochenende stattfinden. Doch die Corona Pandemie führte bereits im letzten Oktober zu der Entscheidung, die Veranstaltung abzusagen. Gleichzeitig wurde aber bereits festgelegt, dass in vier Jahren das turnerische Superereignis in der Sachsen Metropole nochmals vorbereitet werden soll. Nach einer kurzen Zeit reiften dann jedoch Gedanken, ersatzweise ein Multisportevent mit zehn Wettkampf-Fachgebieten alternativ anzubieten. Unter dem Motto Turnen 21 gehörte auch die Deutsche Trampolin Meisterschaft dazu. Doch dieses für die Messehallen in Leipzig geplante Event fiel letztlich ebenfalls der Pandemie zum Opfer. Bei der Veranstaltung sollten zudem gleichzeitig fachgebietsintern erstmals für die Qualifikanten der WAGC Punkte vergeben werden. Vielleicht kann die DM ja im Herbst, wenn sich denn ein Ausrichter findet, nachgeholt werden. So ist das halt in Covid Zeiten, wir haben ein freies Wochenende.

 

Text: Heinz-Peter Michels 

Sprung ins Kanzleramt

Mit sechs Jahren meldete sich die heutige Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) vom allgemeinen Kinderturnen kommend in die damals ebenfalls noch junge Trampolin Gruppe des TSV Pattensen an. Abteilungsleiterin und zugleich Trainerin war dort seinerzeit Dorothée Christlieb, die wiederum später auch über die Grenzen Niedersachsens hinaus tätig war, so national als Jugendwartin im Technischen Komitee des Deutschen Turner-Bund (DTB) sowie als internationale Kampfrichterin. 

 

Annalena erlernte fortan vor den Toren der Landeshauptstadt Hannover bei ihrer Heimtrainerin nicht nur alle Sprünge des Elementarbereich, sondern auch diverse, schwierigere Salti, bevor sie dann regelmäßig und erfolgreich an Vereins,- Kreis,- Bezirks- und Landesmeisterschaften teilnahm. National erreichte sie mit ihrem Vereins-Girls Team das Finale der Deutschen Trampolin Mannschaftsmeisterschaft. Zu den DM Titelkämpfen 1999 im Doppel-Mini-Tramp Springen trat sie altersbedingt inzwischen bei den Damen an und der Gewinn der Bronzemedaille war der verdiente Lohn ihrer mit Tempo und Mut vorgetragenen Durchgänge. Zudem startete sie mit ihrem Club einige Jahre in der II. Bundesliga. Internationaler Höhepunkt war neben diversen, offenen Vereinsturnieren in Europa zweifelsohne die Teilnahme an den Trampolin Weltjugendspielen in Portugal. Da gehörte sie im Jahre 1994 zur Delegation des DTB (Foto), mit der sie an den World-Age-Group-Competition (WAGC) in der Stadt Villa do Conde teilnahm. Annalena konzentrierte sich auf den Schülerinnen Synchron Wettbewerb und zeigte samt ihrer Partnerin Katharina Ludwig in ihrem Kürprogramm Sprünge wie Schraubensalto, Rudolph, Eindreiviertel, Doppelsalto und Fliffis.

 

Nach dem Abitur wurde es dann während der Studentenzeit sportlich ruhiger um sie, ihr späterer Wechsel zum englischen Studienort brachte letztlich gar das Aus liebgewordener Trampolin Atmosphäre. Zwischen der damaligen Phase zur Jahrtausendwende sowie der aktuellen Pandemie Zeit entwickelte sich inzwischen eine neue Springer Generation, der wir jedoch die zurück liegenden Ereignisse nicht vorenthalten möchten. So hat seither ihre damalige Trainingspartnerin Monika Jirjahlke die Verantwortung der nun nahezu 40 Jahre existierenden Trampolin Gruppe des TSV Pattensen übernommen.

 

Annalena ist nunmehr parteipolitisch äußerst aktiv und populär zugleich, ja zu einer Person gereift, die durchaus zu weiteren Höhenflügen fähig scheint. Schließlich setzt sie aktuell zum ganz großen Sprung an, mit dem sie zielgerichtet ins Kanzleramt schweben möchte. Darüber entscheiden jedoch nicht mehr die Kampfrichter, sondern im Herbst die Wähler.

 

 

Text: Heinz-Peter Michels 

Hessen-Cup II

Während die kontinentalen Titelkämpfe in Sotschi stattfanden lief parallel der Hessen-Cup. Nach der gelungenen Premiere im Februar in seiner zweiten Auflage. Zu den virtuell angebotenen Wettbewerben hatten die derzeit nur vereinzelt Training anbietenden Vereine immerhin 250 Sportler gemeldet. Mit einem Anteil von 60% kam der Großteil der Teilnehmer zwar aus Deutschland, doch auch immerhin 100 Springer aus Finnland, den Niederlanden, Portugal, der Schweiz, Großbritannien und Südafrika waren am Start. Die Sportler wurden von 32 Kampfrichtern im Homeoffice benotet und gehören zu 38 Clubs. Unterteilt war die Veranstaltung in Basic- und Elite-Kategorien, zudem durften auch Oldies ihre Übungen präsentieren. Die Veranstalter des Landesfachausschuss Hessen planen zumindest in der Pandemie Phase, auch weiterhin den Cup im Zweimonatsrhythmus anzubieten.

Elite Klasse:

 

U 10 

Mila Welling – TZ Bergisch-Gladbach

Noah Scherenberg – TGJ Salzgitter

 

U 12

Rieke Bachmann – TSV Ganderkesee

Jannik Scheibler – TB Ruit

 

U 14

Thalissa Wijkstra – Niederlande

Janis-Luka Braun – TV Nellingen

 

U 16

Marit Ramacher – MTV Vorsfelde

Michael Gladjuk – TV Nellingen

 

U 18

Fiona Schneider – TZ Bergisch-Gladbach

Nard Tielemann – Niederlande

 

19 +

Romana Schuring – Niederlande

Milko Abrahams – Niederlande

 

Text: Heinz-Peter Michels 

Auf Sotschi folgt Rimini

Die viertägigen Europa Meisterschaften liegen inzwischen hinter uns und die Delegationsmitglieder haben am Montag Abend ihre Heimatorte wohlbehalten erreicht. Der Deutsche Turner-Bund darf zufrieden auf die Veranstaltung in Russland zurück blicken. Schließlich kehrten die Sportler mit insgesamt fünf Bronze Medaillen heim.

Synchron bei den Damen Leonie Adam / Aileen Rösler, bei den Herren Fabian Vogel / Caio Lauxtermann. Im Doppel-Mini-Tramp Wettbewerb unser altbewährter Spezialist Daniel Schmidt. Und auch bei der zeitgleich durchgeführten Jugend-Europameisterschaft war die Freude groß, denn sowohl das Girls Trampolin Team mit Luka Kristien Frey, Maya Möller, Aurelia Eislöffel, Luisa Braaf als auch die Boys Miguel Feyh, Lars Garman, Valentin Risch, Philipp Wolfrum finden für das erkämpfte Edelmetall daheim sicherlich einen Ehrenplatz.

Für die seit Jahresfrist verantwortliche Bundestrainerin Katarina Prokesova ein zweifelsohne toller Einstand, sie war mit den Leistungen der Sportler insgesamt zufrieden. Um sich herum hatte sie zudem ein Team zusammen gestellt, dass ihr flankierend zur Seite stand und wie die Cheftrainerin selbst ebenfalls ein dickes Lob verdient hat.   

Von der Schwarzmeer Küste in Sotschi geht es nun an einen weiteren Küstenort, denn in einem Jahr ist die Stadt Rimini Ausrichter. Der Kontinentale Verband -European Gymnastics- als Veranstalter vergab erstmals eine Trampolin, Doppel-Mini-Tramp und Tumbling Meisterschaft nach Italien. … Salta in Riviera

 

Text: Heinz-Peter Michels

Bronze in Sotschi

Am vierten und letzten Tag der Europa Meisterschaft in Sotschi standen 16 Finals auf dem umfangreichen Programm. Synchron waren keine deutschen Jugendturner im Endkampf, die Girls hingegen erreichten dort den 5. Platz mit Maya Möller/Aurelia Eislöffel. Bei den Damen zeigten Leonie Adam/Aileen Rösler eine tolle Kür und sie wurden dafür mit Bronze belohnt. Die Herren gar nach dem Vorkampf in Führung liegend konnten dem Druck standhalten und auch Fabian Vogel/Caio Lauxtermann freuten sich letztlich mit überzeugender Leistung über die Bronzemedaille.

Es folgte die Trampolin Einzelkonkurrenz mit Luka Kristien Frey, die bei den Jugendturnerinnen fehlerfrei durchturnte und siebte wurde. Ebenfalls stabil bei den Boys Miguel Feyh, ihm gelang Rang fünf, Lars Garmann (8) brach leider ab. Gleiches bei den Damen, nach starkem Beginn dann überraschend Abbruch Mitte der Übung und somit Platz acht für Leonie Adam. Sie hatte mit einer zurückliegenden und offensichtlich wieder aufgebrochenen Fußverletzung zu kämpfen. DTB Herren waren nicht beteiligt, da tags zuvor in den Semifinals bereits ausgeschieden.

Zum Veranstaltungsbeginn mussten die Doppel-Mini-Tramp Springerinnen starten. Bei ihrem internationalen Debut standen Imani Saprautzki (6) und Anastasia Heinrich (7) bei den Girls im Endkampf. Ebenfalls bei den Damen Antonia Quindel, die sich mit Platz fünf prima platzierte. Die Krönung dann die Herren Entscheidung. Zur Freude nicht nur aller DMT Fans erkämpfte sich Daniel Schmidt (Foto) mit schwierigsten Durchgängen Bronze und somit ein weiteres Mal Edelmetall zum EM/JEM Abschlusstag.

Text: Heinz-Peter Michels